
Thomas Aebischer
Datenanalyse & Rechner · Bern
Thomas kommt aus der Datenanalyse und rechnet bei uns nach, was Abos über 24 Monate tatsächlich kosten, inklusive Verlängerungspreis und Fremdwährungsgebühr. Er hat den Kostenrechner und den Lerndauer-Rechner gebaut.
Woher die Erfahrung stammt
- Kommt aus der Datenanalyse und hat die Rechenlogik hinter unseren Werkzeugen entwickelt.
- Hat den Kostenrechner und den Lerndauer-Rechner gebaut und dokumentiert, mit welchen Annahmen sie arbeiten.
- Führt die Preisdatenbank, in der wir Einstiegspreise, Verlängerungspreise und Abrechnungswährungen mit Prüfdatum festhalten.
- Lernt seit zwei Jahren Japanisch, nach eigener Aussage mit mässigem Erfolg, aber guter Datenlage.
Welche Sprachen Thomas selbst gelernt hat
Mit ehrlicher Einschätzung, inklusive der Sprachen, die liegengeblieben sind. Wer über Sprachenlernen schreibt, sollte offenlegen, wo er selbst steht.
Berndeutsch im Alltag, Hochdeutsch im Schriftlichen. Der Normalfall in der Deutschschweiz und für Zugezogene der Grund für viel Verwirrung.
Fachsprache aus der Datenanalyse. Beim Small Talk merke ich bis heute, dass Fachwortschatz und Alltagssprache zwei verschiedene Dinge sind.
Schulfranzösisch, konserviert. Ein gutes Beispiel dafür, wie weit man kommt, wenn man nach der Schule aufhört.
Mässiger Erfolg, aber gute Datenlage. Ich protokolliere meine Lernzeit seit Tag eins, und die Zahlen decken sich unangenehm genau mit unseren Richtwerten.
Standpunkte
Die Überzeugungen, die sich in den Texten dieser Person wiederfinden, offen ausgeschrieben. So kannst du einordnen, aus welcher Haltung heraus eine Bewertung entsteht.
Punkt 1Der beworbene Monatspreis ist bei fast jedem Anbieter eine Marketingzahl und kein Preis. Er gilt für die erste Laufzeit, und danach wird es teurer. Wer zwei Anbieter über ihre Startpreise vergleicht, vergleicht zwei Werbeaussagen.
Punkt 2Für Menschen in der Schweiz kommt ein Posten dazu, den kein internationaler Vergleich kennt: Rechnet ein Anbieter in Euro oder Dollar ab, kommen bei vielen Schweizer Karten ein bis zwei Prozent Fremdwährungsgebühr dazu. Sie steht nicht auf der Rechnung des Anbieters, sondern auf deiner Kartenabrechnung.
Punkt 3Ich gebe bei den Lerndauern bewusst Spannen an und keine Punktwerte. Wer beim Sprachenlernen mit einer Kommastelle rechnet, tut so, als wäre etwas messbar, das es nicht ist.
Punkt 4Mein eigenes Japanisch ist der beste Beleg für unsere Zahlen. Ich protokolliere seit zwei Jahren jede Lernminute, und der Verlauf entspricht fast exakt dem, was unser Rechner für eine sehr ferne Sprache ausgibt. Das ist ernüchternd und ehrlich zugleich.
Woran ein gutes Angebot erkennbar ist
Ich schaue mir zuerst den Bestellprozess an und zähle, wie viele Klicks es bis zum Verlängerungspreis braucht. Steht er nirgends, ist das selbst schon ein Befund. Zweitens prüfe ich, in welcher Währung tatsächlich belastet wird, denn das entscheidet über die Fremdwährungsgebühr. Drittens rechne ich den Durchschnitt über 24 Monate, weil das der einzige Wert ist, mit dem sich zwei Anbieter fair vergleichen lassen.
Das ergänzt das gemeinsame Raster aus sieben gewichteten Kriterien, das für alle Bewertungen auf dieser Seite gilt und in der Methodik vollständig beschrieben ist. Persönliche Schwerpunkte verändern die Gewichtung nicht, sie bestimmen nur, worauf jemand beim Testen zusätzlich achtet.
Wie wir arbeiten
Jede Bewertung entsteht auf Basis eines eigenen Tests mit einem selbst bezahlten Konto und mindestens vier Wochen Nutzung. Wir nehmen keine bezahlten Platzierungen an, Anbieter sehen Texte nicht vorab, und wer bewertet, kennt die Provisionshöhe des Partnerprogramms nicht.
Was in einem Test von Thomas steckt
Der Ablauf ist bei allen Bewertungen auf dieser Seite derselbe und dauert von der Entscheidung bis zur Veröffentlichung rund sechs Wochen. Am Anfang steht der Kauf eines regulären Abonnements mit einem Schweizer Zahlungsmittel. Dabei wird bereits protokolliert, was im Bestellprozess passiert: wie viele Klicks es bis zum Verlängerungspreis braucht, ob die Kündigungsfrist sichtbar ist und in welcher Währung die Karte tatsächlich belastet wird.
Danach folgen mindestens vier Wochen Nutzung, in denen eine Sprache gelernt wird, die die testende Person vorher nicht sprach. Am Ende steht eine Prüfung ohne App: freies Sprechen mit einer muttersprachlichen Person, sechzig zufällig gezogene Vokabeln aus dem Kursverlauf und ein Hörverstehenstext auf dem Niveau, das der Anbieter zu vermitteln behauptet. Erst aus diesen Ergebnissen entstehen die sieben Teilnoten.
Das Testkonto bleibt anschliessend bestehen. Nur so lassen sich Preisänderungen und Verlängerungsrechnungen über die Zeit dokumentieren, und nur deshalb können wir in jeder Bewertung schreiben, was ein Angebot über 24 Monate tatsächlich kostet statt was es zu kosten verspricht.
Was während dieses Ablaufs bewusst nicht passiert: Der Anbieter wird nicht informiert, bekommt den Text nicht vorab zu lesen und kann keine Korrektur an einer Note verlangen. Sachliche Fehler korrigieren wir jederzeit und für alle sichtbar, Einschätzungen nicht.
Unabhängigkeit im Alltag
Sprachapps.ch finanziert sich über Provisionen. Damit das die Bewertungen nicht verzerrt, gibt es eine organisatorische Trennung, die für alle hier gilt: Die Konditionen der Partnerprogramme liegen in der kaufmännischen Verwaltung, nicht im Bewertungsbogen. Wer eine App vier Wochen testet und die Teilnoten vergibt, arbeitet ohne diese Information.
Die Note entsteht deshalb, bevor überhaupt geprüft wird, ob es für das Produkt ein Partnerprogramm gibt. Mehrere Anbieter mit den höchsten Provisionssätzen unserer Liste stehen bei uns bewusst weit unten, und mehrere Empfehlungen bringen uns gar nichts ein, darunter kostenlose Apps und frei zugängliche Hörquellen wie Schweizer Radio.
Anfragen von Anbietern, die eine Platzierung kaufen oder eine Note nachverhandeln wollen, kommen regelmässig und werden ohne Ausnahme abgelehnt. Was das im Einzelnen bedeutet und woran du überprüfen kannst, ob wir uns daran halten, steht in der Offenlegung.
Korrekturen und Kontakt
Stimmt eine Angabe in einem dieser Texte nicht mehr, hat ein Anbieter sein Angebot umgebaut oder ist ein Fehler unterlaufen, dann melde es uns. Wir korrigieren sichtbar und nicht stillschweigend, und wir schreiben dazu, was sich geändert hat. Korrekturen gehen direkt an die Redaktion, die Adresse steht auf der Kontaktseite.