PreplyTest & Erfahrungen 2026
Der grösste Marktplatz für Online-Sprachunterricht, ab rund CHF 10 pro Lektion, mit hervorragender Auswahl und einer Qualitätsstreuung, die deine Auswahlarbeit zur eigentlichen Aufgabe macht.
- Preis pro Lektion
- ab CHF 10
- Sprachen
- 50+
- Abgedeckte Niveaus
- A1 bis C2
- Lektionslänge
- 25 bis 55 Min.
- Plattformen
- Web, iOS, Android
- Am Markt seit
- 2012
- Abrechnungsmodell
- Pakete
- Probelektion
- vergünstigt
Von Céline Rochat, Redaktorin Online-Unterricht
Werbehinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision, für dich ohne Mehrkosten. Das beeinflusst unsere Bewertung nicht.
Unser Fazit
Auf Basis unseres unabhängigen Tests, 22 Stundenab CHF ~10 / Lektion · Preis beim Anbieter prüfen
- Sprechzeit mit einem Menschen, was keine Selbstlern-App ersetzt
- Sehr grosse Auswahl über mehr als fünfzig Sprachen, inklusive seltener Kombinationen
- Unterricht lässt sich vollständig auf dein Ziel zuschneiden, vom Bewerbungsgespräch bis zur Prüfung
Wie wir Preply getestet haben
22 Stunden im TestWir haben ein eigenes Konto eröffnet, sechs Probelektionen bei sechs verschiedenen Lehrpersonen für Französisch und Spanisch genommen und danach über vier Wochen zweimal wöchentlich bei zwei davon weitergelernt. Dokumentiert haben wir Buchungsablauf, Gebührenstruktur, Redeanteil pro Lektion, Umgang mit Absagen sowie den Ablauf einer Rückerstattung nach einer nicht zustande gekommenen Lektion.
Unsere vollständige Testmethodik →Es gibt eine Zahl, die den Unterschied zwischen Sprachlern-Apps und Unterricht erklärt. In einer typischen App-Lektion sprichst du zwischen dreissig Sekunden und zwei Minuten, und niemand hört wirklich zu. In einer Lektion mit einer Lehrperson sprichst du zwischen zehn und dreissig Minuten, und jemand reagiert auf das, was du sagst. Genau diese Differenz ist der Grund, weshalb Menschen nach einem Jahr täglicher App-Nutzung im ersten echten Gespräch blockieren.
Preply ist einer der beiden grossen Marktplätze, die diese Lücke schliessen. Das Prinzip ist einfach: Lehrpersonen legen ihre Profile an, setzen ihre Preise selbst, und du buchst direkt bei ihnen. Die Plattform stellt die Software, die Zahlungsabwicklung, das Bewertungssystem und die Absicherung im Streitfall. Unterrichtet wird von einem Menschen, dessen Qualität weder die Plattform noch wir garantieren können.
Genau darin liegt die zentrale Erkenntnis unseres Tests, und sie gilt für jeden Marktplatz dieser Art: Der Unterschied zwischen einer guten und einer mittelmässigen Lehrperson ist um ein Vielfaches grösser als der Unterschied zwischen zwei Plattformen. Wer wochenlang zwischen Anbietern abwägt und dann die erstbeste Person bucht, hat seine Sorgfalt an der falschen Stelle eingesetzt.
Wir haben deshalb nicht die Oberfläche getestet, sondern den Auswahlprozess. Sechs Probelektionen bei sechs Lehrpersonen, danach vier Wochen regulärer Unterricht bei zweien davon. Was dabei herauskam, ist eine klare Empfehlung mit einer ebenso klaren Bedingung.
Was Preply wirklich kostet
Anders als bei Abo-Apps gibt es keinen Rabatt für das erste Jahr und keinen Preissprung danach. Der Preis ist das, was die Lehrperson ansetzt, und er bleibt es. Bei einer Lektion pro Woche zu rund CHF 10 landest du bei etwa CHF 520 im Jahr, bei zwei Lektionen entsprechend doppelt so viel. Rechne zusätzlich mit einer Fremdwährungsgebühr, wenn deine Karte in Euro oder Dollar belastet wird, und beachte, dass ein Teil deiner Zahlung als Plattformgebühr einbehalten wird, was die Lehrpersonen bei ihrer Preisgestaltung berücksichtigen müssen.
Der Lektionspreis steht klar im Profil, und es gibt keine versteckte Verlängerung zum höheren Tarif. Abgewertet, weil der Anteil, den die Plattform einbehält, für Lernende nicht sichtbar ist und weil das Paketmodell mit Wochenrhythmus im Buchungsablauf stärker gedrängt wird als die Einzellektion.
Legende: 5 = vollständig transparent, Gesamtpreis und Verlängerung sind vor dem Kauf klar. 1 = starker Upsell-Druck, versteckte Kosten. Preise geprüft am 22. Juli 2026.
Preply Preise und Abos
- Kennenlernen ohne Verpflichtung
- Ersatz oder Erstattung, wenn es nicht passt
- Mehrere Lehrpersonen nacheinander möglich
- Genug, um nicht zurückzufallen
- Sinnvoll in Kombination mit einer Kurs-App
- Termin lässt sich meist frei verschieben
- Die Schwelle, ab der Sprechen wirklich flüssig wird
- Empfohlen bei beruflichem Ziel oder festem Termin
- Preis skaliert linear, keine Mengenrabatte auf den Stundensatz
Preise geprüft am 22. Juli 2026. CHF-Richtwerte. Anbieter rechnen teilweise in Euro ab, Wechselkurs und Fremdwährungsgebühren können dazukommen. Verbindlich ist der Betrag im Bestellprozess des Anbieters.
Preply: Vor- und Nachteile im Überblick
Das spricht dafür
- Riesige Auswahl an Tutoren und Preisklassen
- Persönliches, auf dich zugeschnittenes Lernen
- Flexible Zeiten, auch abends und am Wochenende
Das solltest du wissen
- Qualität hängt stark von der Lehrperson ab
- Teurer als Selbstlern-Apps
Was echte Nutzerinnen und Nutzer sagen
Die wiederkehrende Aussage in Erfahrungsberichten lautet, dass die Plattform steht und fällt mit der gewählten Lehrperson. Lob gilt fast immer einer konkreten Person, Kritik fast immer der Gebührenstruktur oder einem Erstattungsfall. Auffällig selten wird die Technik bemängelt, was für einen Videodienst dieser Grösse bemerkenswert ist.
Für wen eignet sich Preply, und für wen nicht?
Die häufigste Ausgangslage überhaupt und genau die, für die dieses Format gebaut ist. Zwei kurze Lektionen pro Woche verändern in drei Monaten mehr als ein Jahr App.
Keine Standard-App deckt Branchenwortschatz ab. Hier suchst du gezielt eine Lehrperson aus deinem Fachgebiet und arbeitest mit echten Dokumenten aus deinem Arbeitsumfeld.
Bei über fünfzig Sprachen findest du auch Kombinationen, für die kein Kursanbieter Material hat. Für Sprachen ohne App-Markt ist das oft der einzige gangbare Weg.
Viele Lehrpersonen bieten gezielte Vorbereitung an und kennen die Formate aus der Praxis. Frag in der Probelektion nach, wie viele Personen sie bereits darauf vorbereitet haben.
- Absolute Anfänger ohne jede Vorkenntnis. Die ersten Wochen sind mit einer strukturierten Kurs-App günstiger und schneller, danach lohnt sich der Einstieg hier.
- Menschen, die selbst gesetzte Termine zuverlässig verschieben. Ein frei buchbares Modell wird dann nicht genutzt, und du hast nicht günstiger gelernt, sondern gar nicht.
- Wer einen fertigen Lehrplan erwartet. Einzelunterricht ist so strukturiert wie die Person, die ihn plant, und ohne klares Ziel entsteht freundliche Konversation statt Fortschritt.
- Wer ein anerkanntes Sprachdiplom braucht. Die Plattform stellt keine Zertifikate aus, die Behörden akzeptieren.
Wie sich der Unterricht tatsächlich anfühlt
Die technische Seite ist unauffällig, und das ist ein Kompliment. Video und Ton liefen in allen Lektionen stabil, der Klassenraum läuft im Browser ohne zusätzliche Installation, und es gibt eine Tafel für Notizen sowie einen Chat, in dem Korrekturen mitlaufen. Nach der Lektion bleiben diese Notizen abrufbar, was mehr wert ist, als es klingt: Wer sie nachbearbeitet, verdoppelt den Ertrag der Stunde.
Der inhaltliche Unterschied zwischen den sechs Testlektionen war dagegen erheblich. Zwei Lehrpersonen begannen mit einer Frage nach dem Ziel und schlugen daraufhin einen konkreten Weg vor, inklusive dem, was ich zwischen den Lektionen tun sollte. Drei begannen mit Small Talk und liessen das Gespräch laufen, ohne je zu strukturieren. Eine arbeitete ein offensichtlich vorgefertigtes Anfängerprogramm durch, ohne mein Niveau zu prüfen.
Alle sechs waren freundlich, pünktlich und muttersprachlich. Der Unterschied lag nicht in der Sprache, sondern in der Didaktik, und er ist im Profil nicht zuverlässig ablesbar. Deshalb ist die Probelektion kein netter Zusatz, sondern der wichtigste Teil des Ablaufs.
Ein messbarer Hinweis, den wir mitgenommen haben: Zähle in der Probelektion grob mit, wie viel du selbst sprichst. Lag dein Anteil unter der Hälfte, war die Lektion in unserer Auswertung ausnahmslos die schwächere. Du zahlst hier für deine eigene Sprechzeit, nicht dafür, jemandem zuzuhören.
Der Preis und was er wirklich bedeutet
Die Preise beginnen bei etwa zehn Franken pro Lektion und reichen je nach Sprache, Ausbildung und Nachfrage bis in den Bereich von vierzig Franken und darüber. Diese Spanne ist kein Zufall und auch kein Qualitätsindikator im engeren Sinn. Sie ergibt sich aus dem Wohnort der Lehrperson, aus der Nachfrage nach der Sprachkombination und daraus, wie viele Lektionen jemand bereits gegeben hat.
Für Menschen in der Schweiz ist die Rechnung besonders günstig, und dieser Punkt wird in .de-Vergleichen naturgemäss nicht gemacht. Ein Semester an einer örtlichen Sprachschule kostet hier ein Vielfaches dessen, was ein Jahr wöchentlicher Einzelunterricht online kostet, und Einzelunterricht bringt pro Stunde mehr eigene Sprechzeit als jede Gruppe.
Es gibt keine Preisfalle im üblichen Sinn. Kein rabattiertes erstes Jahr, keine automatische Verlängerung zum doppelten Satz, kein Kleingedrucktes zum Verlängerungspreis. Das ist der grosse Vorteil gegenüber Abo-Apps und der Grund, weshalb dieser Anbieter beim Preistransparenz-Kriterium trotz Abzügen ordentlich abschneidet.
Die Abzüge betreffen zwei Punkte. Erstens ist für Lernende nicht sichtbar, welcher Anteil ihrer Zahlung an die Plattform geht und welcher an die Lehrperson. Zweitens drängt der Buchungsablauf spürbar in Richtung Paket mit festem Wochenrhythmus, während die Einzellektion weniger prominent steht. Für manche ist das Paket richtig, aber die Entscheidung sollte bewusst fallen.
Prüfe ausserdem die Abrechnungswährung. Läuft die Belastung in Euro oder Dollar, erheben viele Schweizer Karten ein bis zwei Prozent Fremdwährungsgebühr, die auf der Kartenabrechnung erscheint und nicht auf der Rechnung.
So findest du in drei Schritten eine gute Lehrperson
Das ist der Teil, in den du deine Zeit investieren solltest, und er dauert weniger lang, als die meisten annehmen.
Erstens: Filtere nicht nach Preis, sondern nach abgehaltenen Lektionen. Wer tausend Lektionen gegeben hat, hat Routine im Erklären, und Routine ist bei einer Lehrperson der Unterschied zwischen einer Antwort und einer verständlichen Antwort. Der Preis ist erst danach relevant.
Zweitens: Lies im Profil, ob der Ablauf einer Lektion beschrieben wird. Wer schreibt, wie eine Stunde bei ihm aussieht und was er von dir zwischen den Lektionen erwartet, hat einen Plan. Wer nur seine Muttersprache und seine Hobbys aufzählt, improvisiert meistens.
Drittens: Nimm drei bis vier Probelektionen bei verschiedenen Personen, bevor du dich festlegst. Sag dabei in den ersten zwei Minuten konkret, was dein Ziel ist. Eine gute Lehrperson stellt daraufhin Rückfragen und schlägt einen Weg vor. Eine schwache beginnt mit Wie geht es dir und lässt es dabei bewenden.
Für die Schweiz kommt ein vierter Punkt dazu, den wir für wichtiger halten als alle Plattformfunktionen: Filtere nach Herkunft, wenn du einen bestimmten Akzent brauchst. Für Französisch heisst das eine Lehrperson aus der Romandie, weil dort septante, huitante und nonante gesprochen werden und weil der Verwaltungswortschatz ein anderer ist. Für Portugiesisch heisst es eine Person aus Portugal, wenn du mit portugiesischsprachigen Kolleginnen und Kollegen hier sprechen willst.
Marktplatz oder Sprachschule
Bevor du zwischen zwei Marktplätzen wählst, kläre die grundsätzlichere Frage, denn sie entscheidet mehr. Ein Marktplatz gibt dir Auswahl, Flexibilität und niedrige Preise. Du bestimmst, wann du lernst, mit wem und woran. Das funktioniert hervorragend, wenn du weisst, was du brauchst, und wenn du dich selbst organisierst.
Eine Onlinesprachschule gibt dir stattdessen einen Lehrplan, feste Termine, gleichmässige Qualität und ein Zertifikat pro Niveau. Du zahlst mehr und verlierst Flexibilität, bekommst dafür Verbindlichkeit.
Die ehrliche Entscheidungsfrage lautet deshalb nicht, welches Produkt besser ist, sondern ob du in den letzten zwölf Monaten Termine verschoben hast, die du dir selbst gesetzt hattest. Wenn ja, ist Flexibilität für dich kein Vorteil, sondern die Falle, und ein Kurspaket mit festen Terminen ist trotz höherem Stundenpreis am Ende günstiger, weil du es nutzt.
Wer diese Frage ehrlich beantwortet, spart sich mehrere hundert Franken pro Jahr. Wer sie überspringt, kauft das Produkt, das zur Wunschversion seiner selbst passt.
Was uns im Test gestört hat
Die Qualitätsstreuung ist der offensichtlichste Kritikpunkt, aber sie liegt in der Natur eines offenen Marktplatzes und lässt sich durch eigene Sorgfalt beheben. Drei andere Punkte lassen sich das nicht.
Erstens die Undurchsichtigkeit der Gebühren. Für Lernende ist nicht ersichtlich, welcher Teil ihrer Zahlung bei der Lehrperson ankommt. Das ist betriebswirtschaftlich nachvollziehbar und für eine Kaufentscheidung trotzdem eine relevante Information, gerade weil es die Preisgestaltung der Lehrpersonen beeinflusst.
Zweitens die Gestaltung des Buchungsablaufs. Das Paketmodell mit festem Wochenrhythmus wird prominenter angeboten als die einzelne Lektion. Für einen Teil der Lernenden ist das die bessere Wahl, aber es sollte eine Entscheidung sein und keine Voreinstellung.
Drittens, und das gilt für alle Marktplätze: Es gibt keinen Mechanismus, der dir sagt, wann du eine Lehrperson wechseln solltest. Wenn nach zehn Lektionen kein Fortschritt spürbar ist, liegt das oft nicht an dir. Setz dir vorab einen Zeitpunkt, an dem du diese Frage bewusst stellst.
Preply im Vergleich mit den Alternativen
| App | Ab-Preis | Bewertung | Am besten für | |
|---|---|---|---|---|
| Preplydiese Bewertung | ab CHF ~10 / Lektion | 4.5 | Sprechen üben mit echten Lehrpersonen | aktuell |
| italki | ab CHF ~8 / Lektion | 4.5 | Günstig mit Muttersprachlern sprechen | Zur BewertungAngebot |
| Lingoda | ab CHF ~10 / Lektion | 4.3 | Fester Kursplan mit Zertifikat | Zur BewertungAngebot |
| Cambly | ab CHF ~12 / Woche | 3.9 | Spontan Englisch sprechen üben | Zur BewertungAngebot |
| Verbling | ab CHF ~18 / Lektion | 3.9 | Geprüfte Lehrpersonen statt Laien | Zur BewertungAngebot |
Direktvergleiche
Preply einzeln gegen jedes andere Angebot derselben Kategorie. Ein Punkt bedeutet, dass für beide Seiten ein Volltest vorliegt und die Kriterienwerte deshalb aus geprüften Teilnoten stammen.
Fazit: Lohnt sich Preply?
Preply ist im gesamten Vergleich das wirksamste Werkzeug gegen die häufigste Enttäuschung beim Sprachenlernen, nämlich verstehen zu können und trotzdem nicht zu sprechen. Keine Selbstlern-App löst dieses Problem, und für den Preis eines Semesters an einer örtlichen Sprachschule bekommst du hier ein ganzes Jahr wöchentlichen Einzelunterricht.
Die Empfehlung hat eine Bedingung, und sie ist nicht verhandelbar: Nimm drei bis vier Probelektionen bei verschiedenen Personen, bevor du dich festlegst, und achte darauf, dass du selbst mindestens die Hälfte der Zeit sprichst. Wer diesen Schritt überspringt, bekommt teure Konversation statt Unterricht.
Für absolute Anfänger empfehlen wir, zuerst zwei bis drei Monate mit einer strukturierten Kurs-App zu arbeiten und erst danach hier einzusteigen. Und wer selbst gesetzte Termine regelmässig verschiebt, ist mit einer Onlinesprachschule mit festen Terminen besser bedient, auch wenn der Stundenpreis höher aussieht.
Von Céline Rochat, Redaktorin Online-Unterricht
Häufige Fragen zu Preply
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