Preply vs italki 2026: Welche Plattform für Sprachunterricht?
Zwei Marktplätze mit fast identischem Prinzip. Die Unterschiede liegen bei den Gebühren, bei der Rollentrennung und beim Buchungsmodell.
Für die meisten Lernenden in der Schweiz ist italki die bessere Wahl, vor allem wegen der klareren Trennung zwischen professionellen Lehrpersonen und Gesprächspartnern und wegen der transparenteren Preisgestaltung.
Für alle, die eine geführte Oberfläche und Abo-ähnliche Pakete mit fixem Wochenrhythmus bevorzugen.
Zu Preply →Für alle, die pro Lektion zahlen, den Akzent gezielt wählen und günstige Gesprächspartner von teureren Lehrpersonen unterscheiden wollen.
Zu italki →Sieben Kriterien nebeneinander
Punktestand: Preply gewinnt 1 Kriterien, italki gewinnt 4. Der Rest ist Gleichstand. Welche Kriterien für dich zählen, entscheidest allerdings du.
| Kriterium | Preply | italki |
|---|---|---|
| Angebot an Lehrpersonen | Sehr gross, breit über viele Sprachen | Sehr gross, besonders stark bei europäischen Sprachen |
| Rollentrennung | Weniger deutlich zwischen Lehrkraft und Gesprächspartner | ✓Klar getrennt, mit deutlich unterschiedlichen Preisen |
| Buchungsmodell | Pakete mit Wochenrhythmus, abo-ähnlich | ✓Guthaben, du buchst einzelne Lektionen frei |
| Probelektion | Vergünstigte Probelektion üblich | Vergünstigte Probelektion üblich |
| Akzent gezielt wählbar | Filter vorhanden | ✓Filter vorhanden und in der Praxis gut befüllt |
| Einstieg für Unsichere | ✓Geführter, nimmt mehr Entscheidungen ab | Mehr Eigenleistung bei der Auswahl nötig |
| Preisniveau | Vergleichbar, Gebührenanteil weniger transparent | ✓Vergleichbar, Preisstruktur nachvollziehbarer |
Ein Häkchen markiert den Vorteil in diesem Kriterium. Preise sind Momentaufnahmen, verbindlich ist der Betrag im Bestellprozess des Anbieters.
Warum die Plattform weniger entscheidet als die Person
Der wichtigste Satz zu diesem Vergleich lautet: Beide Plattformen sind Vermittler. Sie stellen die Software, die Zahlungsabwicklung und das Bewertungssystem, aber unterrichten tut ein Mensch, und dessen Qualität schwankt auf beiden Marktplätzen erheblich.
Der Unterschied zwischen einer guten und einer mittelmässigen Lehrperson ist um ein Vielfaches grösser als der Unterschied zwischen den beiden Plattformen. Wer also lange zwischen Preply und italki abwägt und dann die erstbeste Lehrperson bucht, hat seine Zeit falsch investiert.
Die sinnvolle Reihenfolge ist umgekehrt: Nimm die Plattform, deren Bedienung dir zusagt, und investiere den Aufwand in die Auswahl. Drei bis vier Probelektionen bei verschiedenen Personen kosten zusammen weniger als ein Monat Kurs-Abo und entscheiden über den Erfolg der nächsten zwölf Monate.
Der Unterschied, der tatsächlich zählt: Rollentrennung
italki unterscheidet ausdrücklich zwischen professionellen Lehrpersonen mit Ausbildung und Gesprächspartnern, die Muttersprachler sind, aber nicht unterrichten. Beide erscheinen getrennt, mit deutlich unterschiedlichen Preisen.
Diese Trennung ist praktisch wertvoller, als sie klingt, weil sie zwei verschiedenen Bedürfnissen entspricht. Wer Grammatik erklärt bekommen und einen Lernweg vorgeschlagen haben will, braucht eine Lehrperson und zahlt dafür entsprechend. Wer nur Sprechzeit sammeln will, weil das Wissen da ist und die Routine fehlt, ist mit einem Gesprächspartner besser bedient und zahlt deutlich weniger.
Wo diese Unterscheidung verschwimmt, passiert regelmässig eines von zwei Dingen. Entweder man zahlt Lehrpersonenpreise für reine Konversation, oder man bucht günstig und wundert sich, dass niemand die Fehler erklärt. Beides kostet Geld und Motivation.
Ein praktischer Hinweis, unabhängig von der Plattform: Für die meisten Lernenden ist die günstigste wirksame Kombination eine Lehrperson alle zwei Wochen für die Systematik und dazwischen günstigere Gesprächszeit für die Routine.
Pakete oder Einzellektionen
Preply arbeitet stärker mit Paketen und einem festen Wochenrhythmus, italki mit einem Guthaben, aus dem du einzelne Lektionen frei buchst. Beide Modelle haben eine klare Zielgruppe, und die Wahl sollte nach Selbsteinschätzung fallen, nicht nach Preis.
Ein fester Rhythmus schafft Verbindlichkeit. Wer weiss, dass er Termine ohne äusseren Druck verschiebt, bis der Monat vorbei ist, fährt mit einem Paketmodell deutlich besser. Der eingebaute Zwang ist dann kein Nachteil, sondern genau das Produktmerkmal, für das man zahlt.
Freie Buchung passt zu unregelmässigen Arbeitszeiten, zu Schichtarbeit und zu Menschen, die intensiv lernen und dann pausieren wollen. Sie setzt allerdings voraus, dass du dich selbst organisierst, sonst liegt das Guthaben monatelang unbenutzt.
Die ehrliche Frage lautet also nicht, welches Modell besser ist, sondern ob du in den letzten zwölf Monaten Termine verschoben hast, die du dir selbst gesetzt hattest. Die Antwort darauf entscheidet zuverlässiger als jeder Funktionsvergleich.
Was Unterricht auf diesen Plattformen in der Schweiz kostet
Onlineunterricht über internationale Marktplätze beginnt je nach Sprache und Person bei etwa 10 bis 20 Franken pro Lektion, bei ausgebildeten Lehrkräften und selteneren Sprachen entsprechend höher. Präsenzunterricht in der Schweiz liegt um ein Vielfaches darüber.
Dieser Abstand erklärt, weshalb Onlineunterricht hier besonders attraktiv ist. Für den Preis eines Semesters an einer örtlichen Sprachschule bekommst du online eine erhebliche Zahl an Einzellektionen, und Einzelunterricht bringt pro Stunde mehr Sprechzeit als jede Gruppe.
Achte auf zwei Punkte bei der Kostenrechnung. Erstens auf den tatsächlich belasteten Betrag inklusive Plattformgebühren. Zweitens auf die Abrechnungswährung: Läuft die Belastung in Euro oder Dollar, kommt bei vielen Schweizer Karten eine Fremdwährungsgebühr dazu. Verbindlich ist immer, was im Bestellprozess steht.
So findest du auf beiden Plattformen eine gute Lehrperson
Diese Filter haben sich in der Praxis bewährt, unabhängig davon, für welchen Marktplatz du dich entscheidest.
- Zahl der abgehaltenen Lektionen prüfen, nicht nur die Bewertung. Wer tausend Lektionen gegeben hat, hat Routine im Erklären.
- Im Profil nachlesen, ob der Ablauf einer Lektion beschrieben wird. Fehlt das, wird oft improvisiert statt geplant.
- Mindestens drei Probelektionen bei verschiedenen Personen nehmen, bevor du dich festlegst.
- In der ersten Lektion konkret sagen, was dein Ziel ist. Eine gute Lehrperson stellt Rückfragen und schlägt einen Weg vor.
- Darauf achten, ob du selbst mindestens die Hälfte der Zeit sprichst. Wenn nicht, zahlst du dafür, jemandem zuzuhören.
- Für die Schweiz relevant: gezielt nach Herkunft filtern, wenn du einen bestimmten Akzent brauchst, etwa Französisch aus der Romandie oder Portugiesisch aus Portugal.
Preply im Detail
Das spricht dafür
- Riesige Auswahl an Tutoren und Preisklassen
- Persönliches, auf dich zugeschnittenes Lernen
- Flexible Zeiten, auch abends und am Wochenende
Das solltest du wissen
- Qualität hängt stark von der Lehrperson ab
- Teurer als Selbstlern-Apps
italki im Detail
Das spricht dafür
- Sehr grosse Auswahl, auch seltene Sprachen
- Günstige Community-Tutoren zum Einstieg
- Kein Abo, du zahlst pro Lektion
Das solltest du wissen
- Passende Tutoren zu finden kostet Zeit
- Keine feste Lernstruktur vorgegeben
Häufige Fragen
Preply oder italki, was ist günstiger?
Welche Plattform hat bessere Lehrpersonen?
Kann ich eine Lehrperson auch für Prüfungsvorbereitung buchen?
Wie viele Lektionen pro Woche sind sinnvoll?
Brauche ich zusätzlich eine Kurs-App?
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