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Englisch lernen

Englisch lernen: Die besten Apps im Test 2026

Bei Englisch fängt in der Schweiz fast niemand bei null an. Die eigentliche Frage lautet, wie du von brauchbar auf souverän kommst, und dafür braucht es andere Apps als für den Einstieg.

45 %
nutzen es regelmässig im Beruf
B2 bis C1
üblicher Anspruch in Stelleninseraten
Platz 1
meistgesuchte Sprache in der Schweiz

Wie schwer ist Englisch für Deutschsprachige?

Gut machbar

Zeitbedarf: 400 bis 600 Stunden bis B2 ab null

Der Einstieg ist für Deutschsprachige leicht, die letzten zwanzig Prozent bis zur Souveränität sind es nicht.

Unsere Auswahl

Die besten Apps für Englisch

Ausgewählt nach unserer Testmethodik, nicht nach Provisionshöhe. Manche Links sind Partnerlinks, für dich ohne Mehrkosten.

Für die Aussprache

1. ELSA Speak

Noch nicht getestetab CHF ~10 / Mt.

Analysiert einzelne Laute statt ganzer Sätze und zeigt konkret, welchen Laut du wie falsch bildest. Für deutschsprachige Sprechende die wirksamste Einzelmassnahme.

Zum Sprechen, sofort

2. Cambly

Noch nicht getestetab ab CHF ~12 / Woche

Gespräche mit Muttersprachlern ohne Terminvereinbarung, auch fünfzehn Minuten in der Mittagspause. Genau das Format, das Fortgeschrittene brauchen.

Für Hörverstehen

3. Lingopie

Noch nicht getestetab CHF ~11 / Mt.

Serien mit doppelten Untertiteln. Wer Netflix ohnehin schaut, wandelt Freizeit in Lernzeit um, ohne zusätzlichen Aufwand.

Für echte Anfänger

4. Babbel

4.6ab CHF 5.75 / Mt.

Wenn tatsächlich wenig Vorwissen da ist, liefert der strukturierte Kursaufbau die schnellste Ordnung ins Chaos.

🇨🇭 Für die Schweiz

Englisch in der Schweiz: gut genug ist das Problem

Die Schweiz liegt in internationalen Erhebungen zu Englischkenntnissen regelmässig im oberen Feld, und in Zürich, Zug, Basel und Genf laufen ganze Abteilungen auf Englisch. Das führt zu einer eigentümlichen Situation: Sehr viele Menschen sprechen ein funktionierendes Englisch und kommen deshalb nie an den Punkt, an dem sie es verbessern müssten.

Sichtbar wird die Lücke erst dort, wo es zählt. In einer Verhandlung, in der Nuancen den Unterschied machen. In einer Präsentation vor der Konzernleitung. In einem Gespräch, in dem jemand ironisch wird. Wer dort merkt, dass sein Englisch flach bleibt, hat kein Vokabelproblem, sondern ein Problem mit Register und Idiomatik, und dafür ist keine Einsteiger-App gebaut.

Dazu kommt die Aussprache. Deutschsprachige Sprechende haben ein wiedererkennbares Muster: das th, das zu s oder z wird, die harten Endkonsonanten, wenn aus bad ein bat wird, und die Betonung auf der falschen Silbe bei längeren Wörtern. Nichts davon verhindert Verständigung, aber alles davon lässt einen weniger souverän wirken, als man ist. Es ist ausserdem der Bereich, in dem gezieltes Training am schnellsten sichtbare Ergebnisse bringt, oft innerhalb weniger Wochen.

Die vier Ausgangslagen und was jeweils hilft

Bevor du irgendein Abonnement kaufst, bestimme, wo du stehst. Die Antworten unterscheiden sich stärker als bei jeder anderen Sprache.

  • Echte Anfänger: Strukturierte Kurs-App, täglich zwanzig Minuten. Nach sechs bis neun Monaten bist du auf A2 und kannst wechseln.
  • Schulenglisch, lange her: Kein Neuanfang. Ein Einstufungstest, dann gezielt die Lücken, und vor allem sofort wieder anfangen zu hören. Das meiste ist noch da und muss nur reaktiviert werden.
  • Solides Englisch, aber unsicher beim Sprechen: Nur Gespräche helfen. Zwei kurze Konversationen pro Woche verändern in drei Monaten mehr als ein Jahr App.
  • Gutes Englisch, will Feinschliff: Aussprachetraining plus Immersion in echten Inhalten. Podcasts, Serien und Bücher aus deinem Fachgebiet, nicht Lernmaterial.

Business English ist kein eigenes Englisch

Viele Anbieter verkaufen Business-English-Kurse zu deutlich höheren Preisen. In den meisten Fällen ist das ein Wortschatzpaket zu Meetings, Mails und Präsentationen, aufgesetzt auf denselben Grundkurs. Wenn dein allgemeines Englisch noch nicht auf B2 ist, bringt dieser Aufsatz wenig, weil die Grundlage fehlt.

Was im Beruf tatsächlich den Unterschied macht, sind drei Dinge, die man selten als Kurs kaufen kann. Erstens Höflichkeitsregister: Der Unterschied zwischen einer Mail, die als forsch gelesen wird, und einer, die als kompetent gilt, liegt in wenigen Wendungen. Zweitens Small Talk vor dem eigentlichen Gespräch, der im angelsächsischen Raum funktional ist und nicht Zeitverschwendung. Drittens die Fähigkeit, in einem Meeting zu unterbrechen und Raum zu nehmen, was sprachlich eine eigene Technik ist.

Das lernst du am günstigsten mit einer Lehrperson aus deiner Branche im Einzelunterricht, die dich mit echten Situationen konfrontiert, nicht mit einem Modul. Und indem du deine eigenen Mails vor dem Senden von jemandem gegenlesen lässt, der das Register beherrscht.

Wie du dein Niveau ehrlich einschätzt

Selbsteinschätzungen bei Englisch sind notorisch unzuverlässig, meist zu hoch. Ein brauchbarer Test ohne Anmeldung besteht aus drei Fragen an dich selbst.

Kannst du eine Folge einer britischen Serie ohne Untertitel schauen und der Handlung folgen, auch wenn Dialekt gesprochen wird? Kannst du fünf Minuten am Stück über ein Thema aus deinem Beruf sprechen, ohne nach Wörtern zu suchen? Kannst du eine schwierige Mail schreiben, in der du jemandem absagst, ohne dass sie unhöflich klingt?

Dreimal ja bedeutet C1 und du brauchst keine App, sondern Anwendung. Zweimal ja bedeutet B2 und lohnenden Feinschliff. Einmal oder keinmal ja bedeutet B1, und dort ist ein strukturierter Weg mit Erklärungen sinnvoller als Immersion, weil dir sonst die Regeln fehlen, um Gehörtes einzuordnen.

Was es in der Schweiz kostet

Englisch ist die Sprache mit dem grössten Angebot und deshalb dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Selbstlern-Apps liegen über 24 Monate gerechnet meist zwischen 5 und 15 Franken pro Monat. Gesprächsplattformen mit Muttersprachlern beginnen bei rund 10 Franken für kurze Einheiten, Einzelunterricht mit ausgebildeten Lehrpersonen liegt höher.

Weil es so viele Anbieter gibt, lohnt sich das Vergleichen hier besonders. Achte dabei ausschliesslich auf den Verlängerungspreis: Bei Englisch sind die Einstiegsrabatte am aggressivsten, und die Differenz zwischen erstem und zweitem Jahr ist bei manchen Anbietern grösser als hundert Prozent.

Kurz gefragt zu Englisch

Die häufigsten Fragen, jeweils mit der Antwort oben und den Angaben, die für Englisch gelten.

Häufige Fragen zu Englisch

Welche App verbessert meine Aussprache am schnellsten?
Apps mit lautbasierter Analyse, die einzelne Laute bewerten statt ganze Sätze pauschal durchzuwinken. Für deutschsprachige Sprechende sind die lohnendsten Ziele das th, die stimmhaften Endkonsonanten und die Wortbetonung. Zehn Minuten täglich über sechs Wochen bringen dort einen hörbaren Unterschied.
Lohnt sich ein Business-English-Kurs?
Erst ab einem soliden B2. Darunter fehlt die Grundlage, auf die der Fachwortschatz aufsetzt, und du zahlst einen Aufpreis für ein Modul, das dir wenig nützt. Ab B2 ist Einzelunterricht mit einer Lehrperson aus deiner Branche meist wirksamer als ein Standardkurs.
Wie komme ich von B2 auf C1?
Nicht mit einer App. Dieser Schritt besteht aus Menge und Vielfalt: viel lesen, viel hören, viel sprechen, und zwar echte Inhalte statt Lernmaterial. Hilfreich ist, gezielt an idiomatischen Wendungen und am Register zu arbeiten, weil dort der eigentliche Unterschied liegt.
Reicht Duolingo für Englisch?
Für Anfänger und für das tägliche Dranbleiben ja, und es kostet nichts. Für Fortgeschrittene bringt es wenig, weil die Übungen dort ihr Niveau nicht mehr erreichen. Wer bereits B1 oder mehr hat, investiert die Zeit besser in Gespräche und in echte Inhalte.
Wie lange dauert es von B1 auf B2?
Als Richtwert 150 bis 250 Stunden, also bei täglich dreissig Minuten etwa ein bis anderthalb Jahre. Mit zwei Gesprächen pro Woche geht es deutlich schneller, weil der Engpass auf diesem Niveau die Sprechzeit ist und nicht das Wissen.
Britisches oder amerikanisches Englisch?
Für die Schweiz spielt es beruflich kaum eine Rolle, beide sind akzeptiert. Wichtiger ist, innerhalb eines Textes konsequent zu bleiben. Für das Hörverstehen lohnt es sich, bewusst beide Varianten zu trainieren, weil du im Berufsalltag ohnehin beiden begegnest.

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