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Was kostet es, Koreanisch zu lernen?

Koreanisch ist ein grosses Zeitprojekt, aber ein günstiges. Dank der weltweiten Beliebtheit koreanischer Serien und Musik ist Material im Überfluss vorhanden, meist kostenlos.

Kurz beantwortet
  • Der Zeitaufwand ist hoch, die Geldkosten sind niedrig. Koreanische Serien, Musik und Lernvideos liefern riesige Mengen kostenloses Material.
  • Bezahlen lohnt sich vor allem für Sprechzeit mit einer Lehrperson, weil man das Höflichkeitssystem im Selbststudium schlecht sichern kann.
  • Ein TOPIK-Zertifikat kostet zusätzlich, lohnt sich aber nur, wenn Studium oder Arbeitgeber es verlangen. Kläre das vorher bei der verlangenden Stelle.

Wie weit du gratis kommst

Bei Koreanisch ist die Geldfrage besonders angenehm, weil die weltweite Begeisterung für koreanische Serien und Musik zu einem riesigen kostenlosen Angebot geführt hat, das ständig wächst.

Das Rohmaterial ist im Überfluss und gratis: Serien, Musik, Lernvideos speziell für Koreanischlernende und eine grosse, aktive Lerngemeinschaft, die Ressourcen teilt. Das Alphabet Hangul lässt sich mit kostenlosen Materialien in Tagen lernen, und für den Anfang tragen die Gratisstufen der Apps.

Die Lücke, die gratis bleibt, ist Gesprächszeit mit Korrektur, besonders für das Höflichkeitssystem. Ein Tandem mit koreanischsprachigen Personen ist leicht zu finden und kostet nur Zeit, aber niemand korrigiert dort systematisch, welche Höflichkeitsstufe wann gilt. Genau dort lohnt sich später ein Budget.

Warum die Höflichkeit den Unterschied macht

Der wichtigste bezahlte Posten ist bei Koreanisch die Sprechzeit mit einer Lehrperson, und der Grund ist das Höflichkeitssystem.

Welche Höflichkeitsstufe in welcher Situation gilt, lässt sich im Selbststudium schlecht sichern. Wer viel über Serien lernt, übernimmt oft die vertraute Form, die unter Gleichaltrigen passt, gegenüber Älteren oder im Beruf aber unhöflich wirkt. Muttersprachler im Alltag korrigieren das aus Rücksicht selten.

Eine Lehrperson hat den Auftrag zu erklären und zu korrigieren, wann welche Ebene gilt, und darin liegt ihr besonderer Wert bei dieser Sprache. Onlineunterricht mit koreanischen Lehrpersonen ist verfügbar, und schon wenige Lektionen, die gezielt die Höflichkeit klären, verhindern Fehler, die sich sonst verfestigen.

Wofür sich Struktur lohnt

Wie bei den anderen ostasiatischen Sprachen ist bei Koreanisch die Struktur ein eigener Wert, weil der Weg lang ist, auch wenn die Schrift schnell erledigt ist.

Ein durchdachtes Lehrmittel oder Kursprogramm nimmt dir die Reihenfolge ab: zuerst Hangul, dann die höfliche Standardform, dann der Satzbau mit den Partikeln, dann der Wortschatzaufbau. Weil der Wortschatz weitgehend fremd ist, ist eine sinnvolle Gruppierung besonders hilfreich.

Für den Wortschatz ist ein Wiederholungssystem mit Abstandsprinzip das wirksamste Werkzeug, und es ist meist kostenlos oder günstig. Es sorgt dafür, dass der neu aufgebaute Wortschatz nicht wieder verschwindet, was bei einer Sprache ohne verwandte Wörter über Jahre entscheidend ist.

Was ein Zertifikat kostet

Für Koreanisch ist der bekannteste Nachweis der TOPIK, der Test of Proficiency in Korean, in mehreren Stufen. Die Prüfungsgebühren liegen im moderaten Bereich, dazu kommt die Vorbereitung.

Ein Zertifikat lohnt sich nur, wenn eine Stelle es verlangt, etwa eine Universität, ein Stipendium oder ein Arbeitgeber mit Koreabezug. Für den reinen Lernfortschritt bringt es wenig, kostet aber Geld und Vorbereitungszeit, die in echtem Kontakt mit der Sprache oft besser angelegt wären.

Wie bei jeder Sprache gilt die Reihenfolge: Kläre zuerst bei der verlangenden Stelle, welche TOPIK-Stufe anerkannt wird, und melde dich erst danach an. So vermeidest du, auf ein Ergebnis hin zu lernen, das im konkreten Fall nicht zählt.

Die günstigste sinnvolle Zusammenstellung

Wer den grossen Zeitaufwand mit möglichst geringen Geldkosten stemmen will, kombiniert am besten so.

  • Gratis für Hangul und für alles Aufnehmende: Serien, Musik und Lernvideos für Koreanischlernende, von denen es besonders viele gibt.
  • Ein kostenloses oder günstiges Wiederholungssystem für den fremden Wortschatz, das wichtigste Werkzeug für den langen Aufbau.
  • Ein kleines Budget für Sprechzeit mit einer koreanischen Lehrperson, gezielt für die Höflichkeitsstufen, dem einen Posten ohne kostenlosen Ersatz.
  • Ein Lehrmittel für die Struktur und, nur bei Bedarf, gezielte TOPIK-Vorbereitung nach Rückfrage bei der verlangenden Stelle.

Häufige Fragen

Kann man Koreanisch kostenlos lernen?
Zu einem sehr grossen Teil ja, weil koreanische Serien, Musik und Lernvideos in riesiger Menge kostenlos verfügbar sind und die Lerngemeinschaft gross ist. Hangul und viel Hörmaterial sind gratis. Die einzige Lücke ist Gesprächszeit mit Korrektur, besonders für das Höflichkeitssystem.
Ist Koreanisch teuer zu lernen?
Nein, teuer ist vor allem die Zeit. Dank K-Content ist das Material im Überfluss und meist kostenlos vorhanden, und ein Wiederholungssystem für den Wortschatz ist günstig. Der einzige wichtige Ausgabeposten ist eine Lehrperson für die Höflichkeitsstufen, die man sich selbst nicht sichern kann.
Warum brauche ich für Koreanisch eine Lehrperson?
Vor allem wegen des Höflichkeitssystems. Welche Stufe wann gilt, lässt sich im Selbststudium schlecht sichern, und Serien zeigen oft die vertraute Form, die im Alltag unhöflich wirken kann. Eine Lehrperson erklärt und korrigiert das, was Fehler verhindert, bevor sie sich verfestigen.
Was kostet der TOPIK?
Die Prüfungsgebühren für den Test of Proficiency in Korean liegen im moderaten Bereich, dazu kommt die Vorbereitung. Der Test lohnt sich nur, wenn Studium, Stipendium oder Arbeitgeber ihn verlangen. Kläre vorher, welche Stufe anerkannt wird, und melde dich erst danach an.
Reichen kostenlose Apps für Koreanisch?
Für Hangul und den Einstieg ja, für den ganzen Weg nicht. Kostenlose Apps und die grosse Menge an K-Content decken Schrift, Hören und einen Teil des Wortschatzes ab. Was fehlt, ist verlässliche Korrektur beim Sprechen und beim Höflichkeitssystem, und dafür lohnt sich etwas bezahlte Sprechzeit.
Was ist der günstigste Weg, Koreanisch zu lernen?
Hangul und alles Aufnehmende kostenlos über Serien, Musik und Lernvideos, ein günstiges Wiederholungssystem für den fremden Wortschatz, und ein kleines Budget für Sprechzeit mit einer koreanischen Lehrperson, gezielt für die Höflichkeit. So bleiben die Geldkosten trotz des grossen Zeitaufwands sehr niedrig.
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